Statt eines klassischen Rückblicks auf die letzte Iteration habe ich neulich ein anderes Format ausprobiert, um sichtbar zu machen, welche Ressourcen im Team zur Verfügung stehen. Dafür habe ich eine Superhelden-Metapher gewählt.

Wenn ihr Superhelden wärt

Ablauf

Zunächst durften die Teilnehmer im Stillen ihre eigenen Stärken und Schwächen auf Post-its sammeln:

  • Was sind eure Superkräfte? Welche Stärken habt ihr? Welche Fähigkeiten und positiven Eigenschaften bringt ihr ins Team ein?
  • Was ist euer Kryptonit? Wo liegen eure Schwächen? Wo seht ihr deutliches Verbesserungspotential?

Anschließend wurden die gesammelten Punkte nicht direkt vorgestellt, sondern jeder Teilnehmer durfte zuerst noch für seinen linken Sitznachbarn die Superkräfte sammeln. (explizit nur die Superkräfte, nicht das Kryptonit!)

Erst danach stellten die Teilnehmer die gesammelten Punkte vor und eine interessante Diskussion zu aktuell bestehenden Problematiken unter Bezugnahme der gesammelten Stärken und Schwächen entstand.

Fazit

Ich war überrascht darüber, dass die gesammelten Stärken und Schwächen sich fast ausschließlich auf sogenannte Soft-Skills bezogen. Ich hatte eigentlich mit deutlich mehr Bezug zu Technik (Programmiersprachen, Arbeitsweise etc.) gerechnet. Vielleicht sieht das aber in einem anderen Team auch ganz anders aus.

Interessant fand ich das Feedback der Teilnehmer am Ende, dass sie es schwieriger fanden, Punkte für sich selbst zu sammeln als für den Sitznachbarn.

Schön zu beobachten war außerdem, wie die Metapher auch nach der Retrospektive in den Köpfen kreiste und die Teilnehmer sich noch einige Tage später immer wieder mal an den Bildern (Superkraft, Kryptonit) für die teaminterne Kommunikation bedienten.


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Frau Lyoner