Wie kann ich die Angst vor dem ersten Strich überwinden? Wie schaffe ich es am Ball bzw. am Stift zu bleiben und zu üben?

Hier habe ich drei ganz simple Tipps für dich:

1) Kritzeln für die Tonne

Um die Angst vor dem ersten Strich zu überwinden, beginne mit der Haltung: »Ich kritzle jetzt für die Tonne« – oder für’s Kind zum Ausmalen.

sketchnotes-ausmalen.jpg

2) Best of Three

Um zu verhindern, dass du etwas zigfach erstellst und doch nicht zufrieden bist, setze dir ein Maximum von drei Ergebnissen und picke das beste heraus.

handlettering-perfektionismus-sinnbild.jpg

3) Unperfekt ist okay

Egal, ob Dackelbeinpony oder Elefantenohrschaf, trau dich ab und zu unperfekte Ergebnisse zu zeigen. Du wirst feststellen, dass die Welt sich trotzdem weiterdrehen wird.

sketchnotes-bauernhof-unperfekt.jpg

Denk dran: Übung ist alles!

Als ich vor vier Jahren mit dem Handlettering begann und auf Instagram die ganzen tollen Werke der Profis sah, war ich oft kurz davor aufzugeben, weil ich dachte: »Diese Person macht so schöne Sachen. Das werde ich bestimmt nie so gut können. Dafür fehlt mir wohl das Talent.«

Nachdem meine rechte Hand in den letzten Jahren millionen- oder gar milliardenfache Buchstabenschwingungen durchlaufen hat, sehe ich es mittlerweile anders und lebe die Devise: »Übung ist alles.«

Die Zuschreibung eines Talents hat nämlich einen kleinen Haken. Sie verschleiert allzu leicht, welche Mühe und Zeit hinter einem Ergebnis bzw. einer Fähigkeit steckt. Denn niemand kommt auf die Welt und malt direkt die Mona Lisa. Stattdessen steckt hinter den schönen Ergebnissen nämlich in den meisten Fällen – sorry für den Ausdruck – ein Arsch voll Übung.

A little less perfectionism, a little more action please!

Lass dich nicht von deinem Perfektionismus lähmen, wenn es darum geht, etwas Neues zu lernen, und erlaube dir, etwas zu tun, worin du noch nicht gut bist. Und wenn du von etwas begeistert bist, wirst du mit der Zeit sowieso quasi wie von Zauberhand zum Profi werden.